Wissenswertes


 

 

Ihr niedliches Aussehen, die geringe Größe und vor allem ihr freundliches Wesen machen Kaninchen zu idealen Haustieren.

Doch bei aller Begeisterung  für diese Kuscheltiere sollte man nicht vergessen, dass es Fluchttiere sind. Daher sind kleine Kinder im Umgang mit den Tieren zu beaufsichtigen. Kaninchen, die in Panik geraten, versuchen zu fliehen, dabei können sie sich verletzen und auch kratzen und beißen.

Wie leben Kaninchen besonders gern?

Kaninchen sind sehr aktiv und brauchen möglichst viel Platz.

Daher sollte der Käfig mindestens eine Grundfläche von 140 x 70 cm haben.

Als Einstreu eignet sich Hobelspäne/Hanf mit einer Schicht Stroh. Katzenstreu darf nicht verwendet werden.

Wichtig ist aber auch der tägliche Auslauf.

Aber Vorsicht ist geboten, denn es darf keine Gelegenheit haben, Stromkabel, giftige Pflanzen oder andere nicht geeignete Dinge anzuknabbern.

Bei Haltung im Freien braucht das Tier unbedingt Schutz vor Sonne und Regen und ein gut isoliertes Schlafhäuschen.

 Kaninchen brauchen Gesellschaft!

Kaninchen sind gesellige Tiere, die in der Natur in Kolonien zusammenleben. Wir geben keine Tiere in Einzelhaltung!!!
Am einfachsten ist es Tiere zusammen zu halten, die sich von klein auf kennen. Männliche Tiere müssen vor der Geschlechtsreife kastriert 

werden (ca. 10./11.. Woche), da es sonst unerwünschten Nachwuchs gibt oder Kämpfe mit anderen Männchen entstehen. Das Zusammenführen älterer Tiere ist manchmal schwieriger  und klappt oft nur in einem neutralen Käfig oder Raum.

Bei zwei Kaninchen nehmen Sie entweder ein Pärchen oder zwei Rammler, die Rammler müssen in beiden Fällen früh kastriert werden müssen.
Zwei Häsinnen ohne Rammler geben wir nicht ab! 

In einer Gruppe sind verschiedene Kombinationen möglich:

-ein kastrierter Bock und ein bis drei Weibchen

-zwei kastrierte Böcke und zwei bis vier Weibchen

-nur kastrierte Böcke in einer kleinen Gruppe

Dabei ist zu beachten, dass pro Kaninchen 2m² Platz einzuplanen ist.

Auf ein Zusammenleben von Kaninchen und Meerschweinchen sollte wegen des unterschiedlichen Verhaltens verzichtet werden.

Gesundheitsscheckliste:

Das Kaninchen ist gesund, wenn:

-die Augen weder tränen noch entzündet sind.

-das Gebiss keine Anomalien aufweist und das Kaninchen normal kaut.

-es ein trockenes Näschen hat und nicht niest.

-das Fell glatt und glänzend ist und nach frischem Heu und Stroh riecht.

-der Po sauber und frei von Verklebungen ist.

-das Schwänzchen gerade nach oben zeigt.

-keine Beulen und Schwellungen zu fühlen sind.

-munter ist und einen guten Appetit hat.

Das Kaninchen sollte mit ca. 10 Wochen gegen Myxomatose, RHD1 und RHD2 geimpft werden.

Fliegen setzen im Sommer gerne ihre Eier auf Kaninchen, vor allem wenn die Afterregion kotverschmiert ist.

Die schlüpfenden Maden fressen es dann sehr schnell an und kriechen sogar unter die Haut, so dass das Tier daran auch sterben kann.

Wichtig ist es deshalb, das Fell regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reinigen.

Körpersprache:

Es gibt viele verschiedene Gesten, die uns ein Kaninchen zeigt:

Männchenmachen: Hört oder sieht das Kaninchen etwas,das seine Aufmerksamkeit erregt,dann richtet es sich auf die Hinterpfoten auf und macht so "Männchen"

Sich wälzen: Ist ein Zeichen von äußerstem Wohlbehagen

Anstupsen mit der Nase: Das Anstupsen ist eine Begrüßungsform unter Kaninchen, stubst das Kaninchen die Hand an, so ist das eine Aufforderung gestreichelt zu werden

  Wegstupsen der Hand: Macht das das Kaninchen, so möchte es in Ruhe gelassen werden,respektieren wir das nicht, so kann es vorkommen, dass das Kaninchen kratzt und beißt

Mit der Zunge lecken: Dieses ist eine Art um zu zeigen, daß das Kaninchen sie mag,Tiere die sich mögen,kuscheln sich eng zusammen und lecken sich gegenseitig das Gesicht ab.

Kaninchenlaute:

Ein Kaninchen gibt nur in wenigen Situationen Laute von sich, meistens in Konfliktsituationen oder beim Sexualverhalten.

Fiepen: Hilferuf der Jungen nach der Mutter

Murksen: Kurze , schnell hintereinander folgende Schimpflaute. So "meckert" das Kaninchen , wenn ihm etwas nicht passt.

Brummlaute: Werden vom Rammler kurz nach dem Deckakt ausgestoßen.

Fauchen und Knurren: Zeichen von Angst, Unzufriedenheit und Aggression. Dient der Warnung, dem ein blitzschneller Angriff folgen kann.

Schreien: Gellender Laut, den Kaninchen in höchster Gefahr und Todesangst ausstoßen.

Zähnemahlen: Beim Kraulen und Liebkosen mahlt das Kaninchen mit dem Kiefer. Stets ein Ausdruck von höchster Zufriedenheit.

Zähneknirschen: Schmerzlaut, lauter als das Mahlen.

Trommelgeräusche: Sie entstehen durch heftiges aufklopfen mit den Hinterpfoten auf den Boden. Dies ist immer ein Zeichen von Erregung und Unmut.

Ernährung:

Kaninchen sind keine Nagetiere. Es sind reine Pflanzenfresser, deshalb sollten frisches Heu und Kräuter die Grundlage der Ernährung und immer sauber und frisch im Käfig vorhanden sein (Info zum Heulieferanten siehe Links/Banner). Das Heu sollte lang und nicht pieksig sein. Ansonsten ist die Verletzungsgefahr im Mundbereich sehr groß. Dazu kann Fertigfutter in geringer Menge gegeben werden. Ergänzt wird das Hauptfutter durch ein Angebot an Grünfutter (z.B. Karotten, Löwenzahn, Petersilie, Sellerie, Fenchel, Topinambur, Steckrübe, Chicoree, Zucchini, Petersilienwurzel, Speisekürbis, alle Salate (ungespritzt aus dem Garten), Basilikum, Dill Melisse, Scharfgarbe etc.

Gras ist natürlich ebenso wichtig.

Um die während des gesamten Lebens wachsenden Nagezähne abzunutzen und zur Beschäftigung können Äste von Obstbäumen, Haselnuss, Weide oder spezielle Nagerhölzer angeboten werden.

Frisches sauberes Trinkwasser muß immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen!

Kotfressen gehört beim Kaninchen  zum normalen Verhalten. Die Aufnahme des sogenannten Blindarmkots ist für die Vitaminversorgung des Kaninchens sehr wichtig.

Fütterungsfehler, z. B. angegorenes Gras, zucker- und stärkehaltige Nahrungsmittel, Kohlblätter und plötzlicher Futterwechsel, können zu tödlich verlaufenden Störungen des Darms führen. Vor allem im Frühjahr müssen die Tiere sehr langsam an das frische Gras gewöhnt werden.

Nicht vertragen wird oder ist teilweise giftig: Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte, Radieschen, Sojabohne, Porree, Zierkürbis, Zwiebeln, Rhabarbar, Kartoffeln und Kraut, grüne Tomaten, Tomatenblätter, rohe Bohnen.